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RIESLING REVELATIONS 2014 – Die große Riesling-Offenbarungen des Jahres

2014 war mein persönliches Riesling-Jahr: Ich habe mein Riesling-Buch fertiggeschrieben und einer durstigen Welt vorgestellt. BEST WHITE WINE ON EARTH wurde im Juni in New York von Stewart, Tabori & Chang veröffentlicht, und PLANET RIESLING, die erweiterte deutschsprachige Ausgabe erschien vor wenigen Wochen im Tre Torri Verlag, Wiesbaden. Die Resonanz war überwiegend sehr positiv, am vergangenen Freitag gab es ein dickes Lob durch die israelische Zeitung Haaretz. Aber natürlich hat das Buch auch polarisiert. Nicht jeder versteht Riesling oder wird es je schaffen.

So muss es sein!

Als mein Buch erschien, war es topaktuell, aber der PLANET RIESLING dreht sich so schnell, dass ich seither einige wichtige Entdeckungen machen konnte. Diese Weine werden als meine RIESLING REVELATIONS 2015 geehrt. Es gibt sie in fünf Kategorien, weil es fünf Riesling-Hitlisten in meinem Buch gibt: für die besten trockenen, feinherben, zartsüßen, süßen und „Bladerunner“-Rieslinge. Ein Bladerunner ist ein besonders gewagter Wein. Diese stilistische Vielfalt zählt zum wichtigen Kapital des Rieslings, obwohl es auch manche Konsumenten verwirrt.

So muss es sein!

DRY / TROCKEN:

2012 13th Street Vineyard Riesling – 13th Street in Catharines, Ontario/Canada

Die meisten Riesling-Weine von der Niagara-Halbinsel in Ontario sind feinherb oder zartsüß, weil hier die Säure in den Weinen fast immer sehr ausgeprägt ist. (Ja, Übersee-Rieslinge können noch mehr Säure besitzen als europäische Rieslinge!) Winemaker Jean-Pierre Colas ist mit diesem Wein der erste beeindruckende trockene Riesling des Gebiets gelungen. Erstmals habe ich diesen Wein September 2013 verkostet und seine überraschende Geschmeidigkeit in PLANET RIESLING gelobt. Seither hat er sich großartig entwickelt. Sein aromatischer Reichtum macht ihn jetzt zum besten trockenen kanadischen Riesling, den ich je erlebt habe. Der aus dem Burgund stammende Colas hat dieser Weinkategorie ein ganz neue Perspektive hinzugefügt. Zwar hat er darauf verzichtet, diesen Wein wie einen Chardonnay auszubauen, aber manche Ideen aus dieser ganz andere Welt des Weißweins hat er für den Riesling erfolgreich adaptiert.

Chapeau! Und der Wein ist noch für kanadische $23,95 ab Hof zu kaufen!

 

MEDIUM-DRY / FEINHERB:

2013 Riesling – Sphera in Kibbutz Gat, Judean Hills/Israel

Das Letzte, was ich in Israel erwartet habe, war ein eleganter Riesling. Denn das Klima ist „falsch” für diese Art von Weißwein. Das war meine feste Überzeugung. Dann hat mir Winemaker Doron Rav Hon von Sphera bewiesen, dass es mit der richtigen Lage (Nordhang) und einem sehr genauen Einsatz von Bewässerung möglich ist, sagenhafte Weine aus meiner Lieblingstraube zu erzeugen.  Die Aromen von weißen Blüten und nassem Laub, diese leichtfüßige und filigrane Art haben mich schwer an die Weinen aus Cool-Climate-Gebieten wie der Mosel erinnert. Als ich den Wein das erste mal im Oktober in Tel Aviv verkostete, war ich verführt, den Alkoholgehalt um mehrere Volumenprozent zu unterschätzen und die Süße des Weins genauso deutlich zu überschätzen. In der Tat hat der Wein ganze 13% Alkohol und nur etwa zehn  Gramm Restsüße/Liter. Nur ein visionärer Winzer wie Doron schafft es, solche bisher unerkannte Möglichkeiten ans Tageslicht zu bringen!

Leider war die Produktion ziemlich klein, und der Wein ist sehr schwierig aufzutreiben.

 

MEDIUM-SWEET  / ZARTSÜSS: 

2013 Oelsberg Riesling Spätlese Feinherb - Dr. Randolf Kauer in Bacharach, Mittelrhein/Germany

Seit mehr als 20 Jahren kenne ich Randolf Kauer, Professor für Ökoweinbau an der Wein-Uni in Geisenheim/Rheingau. Wie kann es dann bei ihm etwas wirklich Neues geben? Schon damals gelangen ihm einige erstaunliche herbe Rieslinge im Mini-Weingut in Bacharach im Süden des winzigen Mittelrhein-Gebiets. In PLANET RIESLING habe ich ihn für seine aktuellen Weine sowie für seinen Einsatz bei der Rekultivierung der terrassierten Spitzenlage Oberweseler Oelsberg gelobt. Seine ersten Weine aus dieser historischen Steillage waren genau so schlank, rassig und mineralisch wie seine anderen Rieslinge. 2013 hat er diesen überraschenden, zartsüßen Wein mit großartigem Schmelz, enormer Würze und fast ewig langem Finale erzeugt. Dieser Wein zeigt in eine ganz andere Richtung als alle anderen Mittelrhein-Weine die mir bisher begegnet sind. Übrigens, er stammt von jungen Reben!

Diese RIESLING REVELATION ist noch erhältlich, für Euro 12,50 ab Hof.

 

SWEET / SÜSS:

2011 Riesling “No. 198 Reserve” – Boundary Breaks in Finger Lakes, New York/USA

Jahrelang hat die Mehrheit der Winzer im Finger Lakes-Gebiet im Norden des amerikanischen Bundesstaats New York zwanghaft versucht, staubtrockene Riesling-Weine zu erzeugen, was sehr schwierig war auf Grund des ausgeprägten Säuregehalts und des schlanken Körpers dieser Weine. Erst in den letzten Jahren haben sie begriffen, dass ein harmonischer Geschmack wichtiger ist als irgendwelche analytischen Werte. Als Bruce Murray sein Mini-Weingut Boundary Breaks in den Finger Lakes gründete, da tat er dies aus einer Konsumenten- Perspektive, weil er noch hauptberuflich in der Marktforschung gearbeitet hat. Erstaunlicherweise  stammt dieser Wein aus seinem ersten Jahrgang.  Verantwortlich für diesen Wein ist Kelby Russell, der junge Winemaker von Red Newt Cellars; er kümmert sich auch um die meisten Boundary-Breaks-Weine. Es ist vermutlich der bisher beste Wein dieses Duos, er verfügt über die Reinheit, Brillanz und Feinheit, die viele Riesling-Fans mit den Weinen von Cornelius Dönnhoff an der Nahe verbinden. Noch steht dieser Wein am Anfang eines langen Lebens, genau wie Bruce Murray’s Boundary Breaks.

Leider ist diese süße Riesling-Sünde schon ausverkauft.

 

BLADERUNNER:

2013 ‘Meskeoli’ -  Dos Cabezas in Sonoita, Arizona/USA

Was wäre wohl von einer Cuvée aus den Trauben Picpoul Blanc, Viognier, Roussanne (aus dem Rhônetal), Albarino (aus Nordwest-Spanien und Nord-Portugal), Muscat und Malvasia (aus dem östlichen Mittelmeerraum) und Riesling zu halten? Der ‘Meskeloi’ von Winemaker Todd Bostock schmeckt nicht nur einfach toll, er schmeckt als wären solche Cuvées ganz selbstverständlich. Als ich diesen Wein das erste mal im Oktober im Asylum Restaurant des Grand Hotels in Jerome, Arizona, verkostete, hat er mich richtig  umgehauen. Riesling (15%) bildet zusammen mit Albarino, Muscat und Malvasia (jeweils 3%) einen silbernen Faden von mineralischer Frische, der perfekt mit der Üppigkeit von Viognier (25%) und Roussanne (13%) verwoben ist. Picpoul Blanc (38%) wirkt wie das  Bindeglied zwischen diesen doch sehr unterschiedlichen Rebsorten. Ihre Summe führt auch zu einer beachtlichen aromatischen Komplexität. Riesling-Cuvées sind cool, wie dieser Wein beweist!

Dieser wunderbare Stück Riesling-Wahnsinn kostet US$28 ab Hof.

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New York Riesling Diary: Day 20 – RIESLING REVELATIONS 2014 – Deutsch / English

Here, alternating in German and English, are my highlights of 2014.

2014 war mein persönliches Riesling-Jahr: Ich habe mein Riesling-Buch fertiggeschrieben und einer durstigen Welt vorgestellt. BEST WHITE WINE ON EARTH wurde im Juni in New York von Stewart, Tabori & Chang veröffentlicht, und PLANET RIESLING, die erweiterte deutschsprachige Ausgabe erschien vor wenigen Wochen im Tre Torri Verlag, Wiesbaden. Die Resonanz war überwiegend sehr positiv, am vergangenen Freitag gab es ein dickes Lob durch die israelische Zeitung Haaretz. Aber natürlich hat das Buch auch polarisiert. Nicht jeder versteht Riesling oder wird es je schaffen.

So muss es sein!

2014 was my Riesling year, that is the year in which I finished my Riesling book and presented it to a thirsty world. BEST WHITE WINE ON EARTH was published by Stewart, Tabori & Chang in New York in June, and the German-language edition (with a greatly extended chapter on Germany) PLANET RIESLING was published by Tre Torri early this month. The response to it has  mostly been very positive – just on Friday there was a rave review in the Israeli newspaper Haaretz! – but of course it has polarized opinion. Not everybody “gets” Riesling or my book, nor will they ever do so.

So be it!

Als mein Buch erschien, war es topaktuell, aber der PLANET RIESLING dreht sich so schnell, dass ich seither einige wichtige Entdeckungen machen konnte. Diese Weine werden als meine RIESLING REVELATIONS 2015 geehrt. Es gibt sie in fünf Kategorien, weil es fünf Riesling-Hitlisten in meinem Buch gibt: für die besten trockenen, feinherben, zartsüßen, süßen und „Bladerunner“-Rieslinge. Ein Bladerunner ist ein besonders gewagter Wein. Diese stilistische Vielfalt zählt zum wichtigen Kapital des Rieslings, obwohl es auch manche Konsumenten verwirrt.

So muss es sein!

Although my book was up-to-date at the moment of publication, the world of Riesling is very dynamic and I there made some exciting new discoveries after it appeared. It is these wines my RIESLING REVELATIONS 2015 honor. There are five of them, because at the back of this book are five hit-lists of the world’s best Riesling producers grouped by the four categories of the IRF Taste Profile – dry, medium-dry, medium-sweet and sweet – plus “Bladerunners” for pioneers and the daring. Of course, this stylistic diversity is both an asset for Riesling, but also confuses some people.

So be it!

DRY / TROCKEN:

2012 13th Street Vineyard Riesling – 13th Street in Catharines, Ontario/Canada

Die meisten Riesling-Weine von der Niagara-Halbinsel in Ontario sind feinherb oder zartsüß, weil hier die Säure in den Weinen fast immer sehr ausgeprägt ist. (Ja, Übersee-Rieslinge können noch mehr Säure besitzen als europäische Rieslinge!) Winemaker Jean-Pierre Colas ist mit diesem Wein der erste beeindruckende trockene Riesling des Gebiets gelungen. Erstmals habe ich diesen Wein September 2013 verkostet und seine überraschende Geschmeidigkeit in PLANET RIESLING gelobt. Seither hat er sich großartig entwickelt. Sein aromatischer Reichtum macht ihn jetzt zum besten trockenen kanadischen Riesling, den ich je erlebt habe. Der aus dem Burgund stammende Colas hat dieser Weinkategorie ein ganz neue Perspektive hinzugefügt. Zwar hat er darauf verzichtet, diesen Wein wie einen Chardonnay auszubauen, aber manche Ideen aus dieser ganz andere Welt des Weißweins hat er für den Riesling erfolgreich adaptiert.

Chapeau! Und der Wein ist noch für kanadische $23,95 ab Hof zu kaufen!

Most of the best Riesling wines from the Niagara Peninsula in Ontario are medium-dry or seriously sweet, because these wines of this region are natural full of acidity. Winemaker Jean-Pierre Colas has made the first great dry Riesling I encountered in Ontario. Although I first tasted the wine back in September 2013 and put it in my book, the wine has developed even better than I thought and now has an aromatic complexity that I never before found in a dry Canadian Riesling. That might not have been possible if Jean-Pierre hadn’t brought a fresh, Burgundian perspective to this challenge. However, he certainly hasn’t made this wine as if it were Burgundian Chardonnay, rather he adapted some of those techniques to this very different grape and climate.

Chapeau! This is still available from the winery for Canadian $23.95!

 

MEDIUM-DRY / FEINHERB:

2013 Riesling – Sphera in Kibbutz Gat, Judean Hills/Israel

Das Letzte, was ich in Israel erwartet habe, war ein eleganter Riesling. Denn das Klima ist „falsch” für diese Art von Weißwein. Das war meine feste Überzeugung. Dann hat mir Winemaker Doron Rav Hon von Sphera bewiesen, dass es mit der richtigen Lage (Nordhang) und einem sehr genauen Einsatz von Bewässerung möglich ist, sagenhafte Weine aus meiner Lieblingstraube zu erzeugen.  Die Aromen von weißen Blüten und nassem Laub, diese leichtfüßige und filigrane Art haben mich schwer an die Weinen aus Cool-Climate-Gebieten wie der Mosel erinnert. Als ich den Wein das erste mal im Oktober in Tel Aviv verkostete, war ich verführt, den Alkoholgehalt um mehrere Volumenprozent zu unterschätzen und die Süße des Weins genauso deutlich zu überschätzen. In der Tat hat der Wein ganze 13% Alkohol und nur etwa zehn  Gramm Restsüße/Liter. Nur ein visionärer Winzer wie Doron schafft es, solche bisher unerkannte Möglichkeiten ans Tageslicht zu bringen!

Leider war die Produktion ziemlich klein, und der Wein ist sehr schwierig aufzutreiben.

The last thing I was expecting to find in Israel was an elegant Riesling, because the climate is “wrong” for this kind of wine, or so I thought. However, with this wine Doron Rav Hon of Sphera has proven that with the right site (north-facing) and the precise use of irrigation it’s possible to achieve miracles with my favorite grape in Israel. What amazed me was that his wine has the aromas of white flowers and dripping leaves, plus the light-footedness and filigree I associate with the wines from cool climate Riesling regions like the Mosel. This lead me to underestimate the wine’s alcoholic content by several degrees and seriously overestimate its sweetness when I tasted it Tel Aviv in October. It actually has 13% of alcohol and roughly 10 grams/liter residual sweetness. It takes a visionary winegrower like Doron to uncover possibilities like these!

Sadly, this is a rather limited production wine that’s very difficult to find, even in Israel.

 

MEDIUM-SWEET  / ZARTSÜSS: 

2013 Oelsberg Riesling Spätlese Feinherb – Dr. Randolf Kauer in Bacharach, Mittelrhein/Germany

Seit mehr als 20 Jahren kenne ich Randolf Kauer, Professor für Ökoweinbau an der Wein-Uni in Geisenheim/Rheingau. Wie kann es dann bei ihm etwas wirklich Neues geben? Schon damals gelangen ihm einige erstaunliche herbe Rieslinge im Mini-Weingut in Bacharach im Süden des winzigen Mittelrhein-Gebiets. In PLANET RIESLING habe ich ihn für seine aktuellen Weine sowie für seinen Einsatz bei der Rekultivierung der terrassierten Spitzenlage Oberweseler Oelsberg gelobt. Seine ersten Weine aus dieser historischen Steillage waren genau so schlank, rassig und mineralisch wie seine anderen Rieslinge. 2013 hat er diesen überraschenden, zartsüßen Wein mit großartigem Schmelz, enormer Würze und fast ewig langem Finale erzeugt. Dieser Wein zeigt in eine ganz andere Richtung als alle anderen Mittelrhein-Weine die mir bisher begegnet sind. Übrigens, er stammt von jungen Reben!

Diese RIESLING REVELATION ist noch erhältlich, für Euro 12,50 ab Hof.

I’ve known Randolf Kauer, professor of organic winegrowing at the Geisenheim wine university, for over twenty years so how could there be anything new to report? Already back then he produced some remarkable Rieslings at his mini-winery in Bacharach in the tiny Mittelrhein region. My book praises him for this and for being one of a handful of winegrowers invested a great deal of time and money in the re-cultivation of the terraced Oelsberg vineyard site of Oberwesel. His first wines from that site were impressive dry wines that were sleek, racy and mineral like his other Rieslings. However, this richly-textured and powerful wine with enormous spicy aromas, just a hint of sweetness and a finish that glides off in the direction of eternity is different from anything else I ever tasted from the Mittelrhein. By the way, it comes from young vines!

This RIESLING REVELATION is still available from the estate for just Euro 12.50!

 

SWEET / SÜSS:

2011 Riesling “No. 198 Reserve” – Boundary Breaks in Finger Lakes, New York/USA

Jahrelang hat die Mehrheit der Winzer im Finger Lakes-Gebiet im Norden des amerikanischen Bundesstaats New York zwanghaft versucht, staubtrockene Riesling-Weine zu erzeugen, was sehr schwierig war auf Grund des ausgeprägten Säuregehalts und des schlanken Körpers dieser Weine. Erst in den letzten Jahren haben sie begriffen, dass ein harmonischer Geschmack wichtiger ist als irgendwelche analytischen Werte. Als Bruce Murray sein Mini-Weingut Boundary Breaks in den Finger Lakes gründete, da tat er dies aus einer Konsumenten- Perspektive, weil er noch hauptberuflich in der Marktforschung gearbeitet hat. Erstaunlicherweise  stammt dieser Wein aus seinem ersten Jahrgang.  Verantwortlich für diesen Wein ist Kelby Russell, der junge Winemaker von Red Newt Cellars; er kümmert sich auch um die meisten Boundary-Breaks-Weine. Es ist vermutlich der bisher beste Wein dieses Duos, er verfügt über die Reinheit, Brillanz und Feinheit, die viele Riesling-Fans mit den Weinen von Cornelius Dönnhoff an der Nahe verbinden. Noch steht dieser Wein am Anfang eines langen Lebens, genau wie Bruce Murray’s Boundary Breaks.

Leider ist diese süße Riesling-Sünde schon ausverkauft.

For many years the majority of the winemakers of the beautiful Finger Lakes region in Upstate New York struggled to make good bone dry wines although the Rieslings of this region naturally have a ton of acidity. Only recently did they being to realize that harmony of flavor was more important than analytical figures. Bruce Murray saw wine from a consumer’s perspective when he started his small winery in the region, because he was then still working full-time in market research in New York City. Amazingly, this wine comes from his first vintage. It was made by Kelby Russell, the young winemaker of Red Newt Cellars and a Harvard graduate, who now makes most of the Boundary Breaks wines. It is the best of many excellent wines this unlikely duo have made, a super-elegant naturally sweet Riesling that has a purity, brilliance and delicacy of flavor many Riesling fans associate with top Nahe/Germany winemaker Cornelius Dönnhoff.  It is still at the beginning of what will be a long life, just like Bruce Murray’s Boundary Breaks winery.

Sadly, this sinfully delicious sweet Riesling is already sold out.

 

BLADERUNNER:

2013 ‘Meskeoli’ -  Dos Cabezas in Sonoita, Arizona/USA

Was wäre wohl von einer Cuvée aus den Trauben Picpoul Blanc, Viognier, Roussanne (aus dem Rhônetal), Albarino (aus Nordwest-Spanien und Nord-Portugal), Muscat und Malvasia (aus dem östlichen Mittelmeerraum) und Riesling zu halten? Der ‘Meskeloi’ von Winemaker Todd Bostock schmeckt nicht nur einfach toll, er schmeckt als wären solche Cuvées ganz selbstverständlich. Als ich diesen Wein das erste mal im Oktober im Asylum Restaurant des Grand Hotels in Jerome, Arizona, verkostete, hat er mich richtig  umgehauen. Riesling (15%) bildet zusammen mit Albarino, Muscat und Malvasia (jeweils 3%) einen silbernen Faden von mineralischer Frische, der perfekt mit der Üppigkeit von Viognier (25%) und Roussanne (13%) verwoben ist. Picpoul Blanc (38%) wirkt wie das  Bindeglied zwischen diesen doch sehr unterschiedlichen Rebsorten. Ihre Summe führt auch zu einer beachtlichen aromatischen Komplexität. Riesling-Cuvées sind cool, wie dieser Wein beweist!

Dieser wunderbare Stück Riesling-Wahnsinn kostet US$28 ab Hof.

How could a blend of Picpoul Blanc, Viognier, Roussanne, Albarino, Muscat, Malvasia and Riesling from Arizona taste any good? Winemaker Todd Bostock’s ‘Meskeoli’ not only taste great, but it also tastes as if blending this seriously weird mix of grape varieties was the most natural thing on earth to do. When I first tasted it in the appropriately named Asylum Restaurant of the Grand Hotel of Jerome, Arizona this October the earth moved. It took some time from me to move from a state of wonder to thinking more logically about this wine. Then it struck me that together the Riesling (15%), Albarino, Muscat and Malvasia (3% each) formed a silver thread of mineral freshness that was perfectly interwoven with the richness of the Viognier (25%) and the Roussane (13%), the Picpoul Blanc (38%) filling out the middle. Somehow this mad melee of grapes also results in a serious complexity of aroma. Riesling blends are seriously cool and this wine shows why!

This piece of magnificent Riesling madness costs just $28 direct from Dos Cabezas.

 

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New York Riesling Diary: Day 12 – Bald folgen / Coming Soon: RIESLING REVELATIONS 2014

WEINHIER schläft nicht! Bald folgen an dieser Stelle meine RIESLING REVELATIONS (bzw. Offenbarungen) 2014. Die fünf Kategorien – trocken / feinherb / zartsüß / süß und Bladerunner lehnen sich an den Hitlisten in meinem neuen Buch PLANET RIESLING (Tre Torri Verlag) und sind als Ergänzungen dazu gedacht. Es sind einige große Überraschungen dabei. Sonntag, den 21.12 ist nicht nur der kürzeste Tag des Jahres, sondern auch der große Riesling-Tag! Etwa um 16 Uhr deutsche Zeit wird es so weit sein.

Coming soon HERE are my RIESLING REVELATIONS 2014. The four categories dry / medium-dry / medium-sweet / sweet derive from the International Riesling Foundation (IRF) taste profile. The fifth, Bladerunner, for wines that dare to stand on a knife-edge is my own invention. Global Riesling hit lists with those five names can be found at the back of my book BEST WHITE WINE ON EARTH – The Riesling Story. This year’s five prize-winners will be announced here on the morning of December 21st. The shortest day of the   year is now also Riesling Day!

For further information about the IRF Riesling Taste Profile go to: drinkriesling.com/tastescale

 

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New York Riesling Diary: Day 5 PLANET RIESLING IST ENDLICH DA! Finally the German Language Edition of Best White Wine on Earth is there!

Lange fühlte ich mich wie ein Prophet in die Wüste, aber inzwischen ist Riesling ein globale Kult. PLANET RIESLING (Tre Torri Verlag) berichtet ausführlich darüber. Das Foto entstand im Keller von Weingut Heumann-Löwenstein in Winningen/Mosel. Reinhard Löwenstein ist Erfinder des neu-alten Mosel-Weins.

For many long years I felt like a prophet in the wilderness, but now Riesling is a global cult. That, as much as the new Riesling wines in Germany and around the world, is the subject of PLANET RIESLING, the German-language edition of Best White Wine on Earth: The Riesling Story (Stewart, Tabori & Chang), just published by Tre Torri in Wiesbaden. For anyone who can read German the book offers a greatly expanded description of the new Rieslings of Germany. The photo above of me as the Riesling prophet was taken in the cellar of Heymann-Löwenstein in Winningen/Mosel. Reinhard Löwenstein is the inventor of the new-old Mosel style. The other evening a bottle of his sensational 2004 Stolzenberg Riesling (from the top site of little-known Hatzenport in the Terrassenmosel) blew my mind!   

Dass Rieslingtrauben nicht nur in Deutschland wachsen, sondern auch in vielen anderen Ländern rund um den Globus, wissen die meisten Weinfreunde schon. Dass diese nicht-deutschen Weine großartig schmecken können, und es darüber hinaus ein globales Netzwerk gibt von guten Riesling-Erzeugern, Sommeliers, Händlern und Fans, wissen aber die wenigsten von ihnen. Aus diesen Gründen heißt mein neues Buch PLANET RIESLING (Tre Torri Verlag). Aber woher rührt diese, auch für mich,  überraschende weltweite Begeisterung?

Neben dem bedeutenden Einsatz für Riesling von Fanatikern wie den Sommeliers Paul Grieco aus dem Terroir in New York, Matt Swieboda aus der Weinbar Love Tilly Devine in Sydney und Roy Metzdorf vom Weinstein in Berlin, war die unentbehrliche Basis für die Entwicklung zum PLANET RIESLING ein qualitativer Aufschwung der Riesling-Weine in vielen Ländern und Gebieten seit der Jahrhundertwende. Doch das wäre nicht zu Stande gekommen, wenn es nicht schon vorher einen Riesling-Aufschwung in Deutschland gegeben hätte.

Deutschland ist das Riesling Mutterschiff, weil auch im 21. Jahrhundert die mit Abstand bedeutendste Riesling-Erzeugernation ist. Bedingt durch das Klima, gibt es in Deutschland die größte stilistische Vielfalt der Riesling-Weine und durch die Riesling-Begeisterung im Markt gibt es in Deutschland den stärksten Innovationsdrang. Auch die Weinkultur von Ländern, in denen statistisch gesehen wenig deutscher Riesling getrunken wird, werden davon beeinflusst, denn die deutschen Rieslinge, die dorthin gelangen, werden oft von den Kernfiguren der Weinszene getrunken. So werden nicht nur Riesling-Weine, sondern auch Riesling-Inspiration aus Deutschland exportiert!

Riesling Begeisterung wo man es nicht vermuten würde, in Austin/Texas!

Trotzdem besteht eine Flotte nicht alleine aus einem Mutterschiff! Seit der Jahrhundertwende entwickelten sich die amerikanischen Rieslinge rasant. Fünf Jahre in Folge war Riesling die am schnellsten wachsende Weinkategorie in den USA. Das schlug sich in einer Welle von Weinbergspflanzungen nieder, deren Ausmaß bisher von den Medien nicht wahrgenommen wurde. Zwischen 2001 und 2011 wuchs  die Rieslinganbaufläche um 100% in Washington State (Platz eins), um 175% in Kalifornien (Platz zwei) und in Michigan (Platz vier) um ganze 180%. Zwischen 2006 und 2011 betrug die Wachstumsrate in New York State (Platz drei)  56%. Damit ist die USA zur zweitgrößten Riesling-Erzeugernation heran gewachsen! Parallel dazu stieg das qualitative Wachstum, wie man in PLANET RIESLING lesen kann; in allen meinen fünf Hitlisten der besten Weine der Welt sind amerikanische Weine vertreten!

Auch über andere Länder wie Kanada, Neuseeland und Chile, in denen es einen Riesling-Aufschwung gab, wurde bisher wenig berichtet. Durch die Riesling-Innovation aus Europa und Übersee entsteht wahrhaftig ein neue Geschmackswelt. Mein neues Buch sehe ich als Anleitung zu den neuen Weinen. Obwohl das Deutschland-Kapitel des Buchs wesentlich länger ist als in der englischsprachigen Ausgabe (BEST WHITE WINE ON EARTH bei Stewart, Tabori & Chang Verlag, New York) ist das Buch keinesfalls eurozentrisch, es nimmt alle Länder und Gebiete gleichmäßig kritisch wahr.

Ein wichtiges Anliegen von PLANET RIESLING ist der Abbau von Riesling-Mythen. Häufig wird von deutschen Weinfreunden behauptet, die Riesling-Weine aus Übersee schmeckten fett und süß, säure- und aromaarm. Dafür werden keine Beweise hervorgeholt, sondern die Tendenz, die es bei Übersee-Rotweine und Chardonnays gibt,  wird einfach auch den Riesling-Weinen der gleichen Länder unterstellt. Die Wahrheit ist aber, dass die Riesling-Weine aus Übersee meistens ähnlich säurereich oder noch säurereicher als die deutschen Rieslinge sind.

Oft haben deutsche Weinfreunde mir gegenüber behauptet, deutsche Rieslinge seien grundsätzlich die Besten der Welt, weil es hierzulande große Tag-Nacht-Temperaturschwankungen gäbe, dagegen in Übersee anhaltende Hitze herrsche. Die Wahrheit ist aber, dass die Temperaturschwankungen in vielen Überseegebieten wesentlich größer sind als in Deutschland. Wir haben nicht nur ein falsches Bild von vielen Übersee-Weingebieten, sondern auch von den deutschen Weingebieten. Durch eine Reise um PLANET RIESLING läßt sich sehr viel neues erfahren. Las uns los fahren!

Stuart Pigott, New York & Berlin

 

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New York Riesling Diary: Day 2 – NEWSFLASH! Chile has 2nd Top Dry Riesling Producer

Yesterday I attended the New York Wine City (NYWC) tasting of MOVI, an association of smaller Chilean wine producers stretching from the northern limit of wine growing to the far South with the expectation that there would be some exciting red wines, but no Rieslings of any note. How wrong I was! The very first wine that the group’s representative, Jean-Charles Villard – yes, that really is the name of a Chilean winemaker! – poured for me was the dry 2014 Riesling from Meli in the Maule Valley. I’d tasted earlier vintages of this wine and placed it clearly behind the wines of Cono Sur, but with the latest vintage Meli has at least matched the established star of Chilean Riesling. Their 2014 was brimming with lemon, lime and floral aromas. The balance of juicy, creamy and crisp elements on the palate was spot on even the slight hint of the bitterness in the finish  accentuated the freshness. The wine tasted a bit lighter than its 13° alcohol, which is always a good sign with young dry Rieslings. It was an uplifting discovery that made me feel confident that Chile and South America is realizing its Riesling potential, even if the wines don’t have a high profile compared to all those big reds.

As I was leaving the MOVI team wanted me to tell them what my three favorite wines at the tasting were and I told them to read this blog posting. So here they are in alphabetical order: Meli, 2014 Riesling; Trabun 2010 Syrah; Villard 2012 Le Grand Pinot Noir. Interestingly, none of them are “typical” for Chile, whatever that word means in a wine industry that has rapidly finding its way since Pinochet was replaced by a democratically elected president in 1990. The MOVI tasting prove that Chile’s wines are far more diverse than is widely perceived, and even in the field of big tannic reds from Bordeaux varieties there was a wide stylistic range. Jean-Charles Villard told me just how rapid development has been in the Casablanca Valley where his vineyards are. When his father planted the first Pinot Noir vines in this region in the early 1990s there were just 80 acres of vineyards there. Now there are more than 6,000 acres!  By the way, his name isn’t so strange for a Chilean when you think that the great hero of Chile’s war of independence against Spain in the early years of the 19th century was Bernardo O’Higgins!

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New York Riesling Diary: Day 1 – The Outrageous Canadians and How Riesling Leaves the Gates Open

I wasn’t going to write about the event last Saturday evening at Grano Restaurant in Toronto, because it was to promote my book BEST WHITE WINE ON EARTH (shortly to be published in German under the title PLANET RIESLING by Tre Torri) and I thought that you might have had too much of that already. However, some stuff happened that evening, as stuff tends to do when good Riesling flows and good Riesling people are present. That’s always a good bases for good fun, but sometimes also for outrageousness, as was the case on Saturday. I think you need to hear about that.

It all started when, towards the end of the evening, the patron of Grano, Roberto Martella (pictured below), started a discussion about Riesling became dangerously open-ended when wine educator and blogger Billy Munnelly (see billysbestbottles.com) dived in. “Think about SEX. If you’re a good sexual player, then you’ll have foreplay. Riesling is foreplay and it leaves the gates open!” he said with great conviction. You have to imagine this in a strong Irish accent to get the full effect though. “And it’s high in acidity, whatever that means. After a few glasses of Riesling you need something else,” he added in case some of us hadn’t completely understood his first remarks. After that there was something close to pandemonium in the private dining room of the restaurant.

Anne Pennachetti (right in the photo), the wife of Tom Pennachetti of Cave Spring Cellars, was one of many who disagreed with Billy and she made her argument more forcefully than anybody else. That she did so from Roberto’s lap made it all the more convincing too. “All you need is Riesling: before – during – after!” To which Angelo Pavan, Cave Spring’s winemaker, added, “More than one at a time would also be a possibility.” Everybody got the ironic ambiguity of that one, and the entire party was in a collective fit of laughter. If anyone had ever needed convincing proof that the stereotypical image of Canadians as boring and humorless is seriously wide of the mark here it was by the bucket-load.

The Rieslings that evening from Cave Spring, Charles Baker, Hidden Bench and 13th Street (scroll down for more) were also convincing proof that Ontario can play in the global major league of Riesling in styles raining from dry to dessert wines. However, that wasn’t a surprise for the great majority of the guests who have followed the development of these wines for some years, and in some cases since the first beginnings 35 years ago. Although the Niagara Peninsula doesn’t look or feel like a new winegrowing region it is very much a New World of Wine in the most literal sense of those words. That has many positive sides, some of which I’ve already pointed out in the blog postings below (and another will follow shortly), but there’s also a downside that it was impossible to avoid during my stain Ontario. I think you need to hear about that too.

The problem is that an idea of how Riesling ought to taste has gained a firm hold in the minds of many people in the Canadian wine scene, because a bunch of the nation’s Rieslings taste that way. I’m talking about the wines that are lean rather than light, austere rather than pristine, with an acidity that is searing rather than refreshing. These wines are typically made from grapes picked in September and high yields often also play a role. Of course, encouraging a generous crop level and picking before fall rains in order to have plenty of clean grapes has a positive keeps production costs down and minimizes risk, but that’s seldom talked about.

Ontario Rieslings with this flavor profile can have some terroir character (which says something about how great the potential with Riesling here is) and the combination of this with their severity is sometimes declared to be proof of their authenticity. Even if that argument holds up (and I’m not sure that it does), the fact is that a harmonious wine tastes way better than a disharmonious one, and it is the wines that taste good which etch themselves in our memory. Those Ontario Riesling producers hooked on this style need to compare their wines with the so-called classics of the cool climate wine regions of Germany to find out how much more aromatic and generous those wines are at modest levels of ripeness. This too is possible in Ontario, as Cave Spring, Charles Baker, Hidden Bench and 13th Street showed on Saturday night.

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Niagara Riesling Diary: Day 2 – No Word Other Than “Revolution” Will do

When it comes to wine it’s easy to throw around big important words like “revolution” without adequate reason, because it sounds so good and therefore nobody questions the relevance of such a term to the situation in question. For many years the quality of the wines from the Niagara Peninsula has been improving and this is a process which has been well recognized if not well reported by the international wine media. Their lack of a clear focus on this region has created an established wisdom which the facts on the ground often seem to support: the progress has been steady and incremental, remains so to this day. However, as a result of today’s visits to a number of the region’s producers large and small I really do see a revolution beginning thanks to people like Francois Morissette, pictured above at his Pearl Morissette winery just outside Jordan.

Francois is seriously rethinking how the wines of this region could taste, and therefore also how they could be made. I just had one of the most fascinating tastings I can remember with him and those are also words that I don’t throw around lightly. It began with Rieslings that were as radically outside the norm for Niagara as you could imagine. Bold yet delicate, richly textural, but also blessed with an intense yet subtle fruit character they need several years of aging to shine, and even the 2010 and ’11 have both opened up just about enough to show what they really are. His 2013 Riesling will need a couple more years to reach that point, and may well not be released until then; another radical departure from conventional practice. You will have to wait for that one to enable you to drink outside the Ontario wine box! By the way, these wines all did full malolactic fermentation, but they still had a healthy acidity and no hint of unattractive “non-Riesling” aromas like butter or sauerkraut from that process.

Some local winemakers are painting Francois as a charlatan, a troublemaker or even a devil, and he’s certainly a charismatic character with a lot of strong opinions, but he’s also a thinker, an experimenter and a pragmatist (without compromising his core ideals) who isn’t afraid to look at the analytical figures and think about them before making winemaking decisions. In fact, I think he does more analysis of his wines than many conventional winemakers in this region!  ”I am making wines with low sulfur, but I am committed to biological stability. I don’t accept wines that are oxidized, have too much volatile acidity or other faults. But, I’m not afraid of things I don’t understand,” he told me. So far he has made Riesling in stainless steel, then large old oak casks and now concrete eggs in his search for the right way to realize his vision of Riesling as a wine with textural complexity and appeal.

In fact, texture is what interests  him most in any wine. For Chardonnay this is a less unconventional way of thinking and thus his Chardonnays are also less unconventional wines, although they have their own very distinctive personality. How many high-end Chardonnays outside Chablis have zero perceptible oak aromas? Almost none, except for these and I promise you I wasn’t yearning after vanilla and toast when I tasted them! Personally, of his dry white wines it was the 2012 Chardonnay that stunned me the most. In that vintage of lush and tropically aromatic wines he added 10% Riesling to give the wine more acidity, rather than either add tartaric acid to make the wine taste fresher, or to add nothing and accept a balance that was far from the vitality that he seeks in wines. It was a stroke of genius that resulted in a spectacular wine with a whiplash of mineral freshness that comes as a wonderful surprise after the almost opulent first impression which it mades. He also showed me some striking and highly original Cabernet Franc and Gamay reds, which belong to the best produced from these grapes in Ontario and are great wines in any context.

There was a total contrast of approach to creating something revolutionary at Chateau des Charmes  in St. David’s where Paul Bosc Snr. (right in the photo), his son Paul-André  (left) and winemaker Amelie Boury (centre)  have pursued the arduous process of breeding new grape varieties ideally suited to this region with its “Siberian” winters and “Algerian” summers (the family originates from Algeria). Since Paul Snr began this process 18 (!) years ago he’s run through perhaps 20,000 combinations of vine genetics in the search of a new one that will at least match the most successful vinifera varieties grown here and have a distinctive personality. “146″ may be an unromantic name for a variety – it is only temporary – but this cross of Gewürztraminer (mother) and Riesling (father) combines the baroque aromas of the former with the racy acidity of the latter to give something that is completely new and exciting either as a dry wine or one with some sweetness. In a few years, under a new and much more attractive name, the first experimental wine will hit the market. My hunch is that the Boscs will vilify it in a similar style to their impressive dry ‘Old Vine’ Riesling (great value at just under $15 here) Who knows what the reaction will be? I was certainly amazed by the micro-vinifications I tasted and can’t wait for the revolutionary moment when the first commercial product hits the market!

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Niagara Riesling Diary: Day 1 – Welcome to the Riesling Central of the Northeast!

OK, this isn’t exactly the way I normally see vineyards in my mind’s eye when I think of Riesling, but this is the way that the vineyards of the Niagara Peninsula in Ontario/Canada looked when I arrived here yesterday afternoon. Today the sun came out and everything shimmered rather than being bathed in that ice-box blue, but whatever the color there’s no doubt that this is the Riesling Central of the Northeast. Nowhere in the eastern half of the North American Continent are there more Riesling vineyards than here. In BEST WHITE WINE ON EARTH – The Riesling Story (of which the German language edition PLANET RIESLING is about to be published by Tre Torri) I used the statistics for 2011, because in that year almost all the states and provinces I wanted to compare had gathered new statistics, creating a level playing field. In 2011 Ontario had 1,648 acres of Riesling ahead of New York State’s 1,034 acres, then Michigan in third with 575 acres. You have to look right across the continent to Washington State and California to find more Riesling than is here in Niagara. Here Riesling is in the process of overtaking Chardonnay (another variety very well suited to this region’s climate and soils) to become white Vinifera grape number one.  Here in Niagara people are pulling out Cabernet Sauvignon and Merlot in order to plant Riesling!

Of course, those and other statistics are only one part of the story of Riesling. The taste of the wines is always far more important, because it delivers the punchline to the wine drinkers and it is their reactions – in this case people demanding more good Riesling – that drive the vineyard planting. Pictured above is one of the most beautiful mature dry Rieslings I’ve tasted in a long time. The 1999 ‘CSV’ from Cave Spring here in Jordan was perfectly mature in aroma, super-elegant and properly dry (although it began life as a mdeium-dry wine – all wines dry with age) in flavor with a great mineral freshness. I’m sorry that few of you will ever get the chance to experience this wine, because Cave Spring now have just 17 bottles left, but at least it proved the oft-made claim about the aging potential of Niagara Rieslings is not a hollow one. Please remember that this was the very first vintage of this wine, and that the first plantings of Riesling in this region are only slightly more than 20 years older than this wine. That is either a shallow history or a rapid and dynamic development, depending upon you have a the-glass-is-half-empty or a the-glass-is-half-full perspective. I choose the latter.

I already got to taste a few of the 2014s, wines that only just finished their fermentations. Here is Jean-Pierre Colas, the winemaker of 13th Street presenting me with the powerful and grapefruity  2014 ‘June’s Vineyard’ dry Riesling that is still milky with yeast. That first taste was very promising for this extremely early stage of the wine’s life and bodes well for the new vintage. Like 2013 it seems to be a cool and elegant vintage with quite high acidity, but also excellent balance. I can’t wait to taste these wines when they are in the bottle, but right now I have to run to Grano’s Restaurant in Toronto for a signing of my book and the Riesling dinner that will follow it.

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New York Riesling Diary: Day 5 – PLANET RIESLING kommt bald ! / the German Language Edition of my Riesling Book is coming soon !

Finally, the German language edition of BEST WHITE WINE ON EARTH called PLANET RIESLING will be published very soon by Tre Torri Verlag in Wiesbaden. Unten in Deutsch / below in German is the story of how my book has unexpectedly become part of the Great Dönnhoff Controversy. For english-speaking readers it may be hard to imagine that the super-elegant dry and sweet Rieslings from the Dönnhoff estate in Oberhausen on the Nahe could be the subject of any kind of debate. “Isn’t it blindingly obvious that they’re great wines?” many will ask themselves. However, the fact that Cornelius Dönnhoff took over the making of these wines from his father Helmut back in 2007, many people in the German wine scene didn’t notice and only found out recently (mainly because they didn’t want to see it), has ignited a major controversy. The fact that the new edition of the Gault Millau Wine Guide to Germany just demoted Dönnhoff has massively stoked the fires of this debate. Although there is much new material about German wines in PLANET RIESLING, this text is identical in content to that in BEST WHITE WINE ON EARTH.  In both books Dönnhoff is the only producer on this Planet Riesling to appear in there of the five hit lists!     

Jetzt ist es ganz klar geworden: manche Mitglieder der deutschen Weinszene sind gegen Dönnhoff. Seit der ‚Gault  Millau Weinguide Deutschland 2015’ das weltberühmte Riesling-Weingut H. Dönnhoff in Oberhausen/Nahe herab gestuft hat, ist das Gut Objekt einer heftigen offenen Kontroverse. Jetzt sind die Gegner, die das Weingut bisher hinter vorgehaltener Hand zerredet haben, lautstark geworden. Jetzt gibt es Aufruhr im Nahetal, das sonst so schön und ruhig ist!

Ich stehe aus tiefer Überzeugung auf der anderen Seite als der Gault Millau und das nicht, weil ich seit Oktober 1986 die Familie Dönnhoff kenne. Aus meiner Sicht ist die Qualität der  trockenen Dönnhoff-Rieslinge (vor allem die feinfruchtigen und kraftvollen „Großen Gewächse“– auch aus 2013) in den letzten Jahren keinesfalls abgesackt, sondern eindeutig gestiegen! Die edelsüßen Riesling Spätlesen des Guts sind nach wie vor vielschichtig und brillant. Deswegen feiert mein neues Buch PLANET RIESLING, das kurz vor Weihnachten im Tre Torri Verlag erscheinen wird, die Dönnhoff-Rieslinge und in der Ausgabe der Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (FAS) vom 23. November habe ich Cornelius Dönnhoff zum Winzer des Jahre gekürt. So muss es sein!

Damit bin ich möglicherweise auch in die Schusslinie geraten, aber in meinen Buch und  in der FAS-Kolumne geht es nur um die Wahrheit und dazu muss ein kritischer Journalist stehen. An Angriffe bin ich schon seit Jahrzehnten gewöhnt; wer eine klare Position bezieht, wird beschimpft. Ein Buch wie PLANET RIESLING, das die Riesling-Weine der Welt beschreibt, ist Jahre lang im Umlauf und bleibt die ganze Zeit der Kritik ausgesetzt. Gerne!

Manche Leser werden zu Recht fragen, warum das Weingut Dönnhoff in der Kritik steht. Ist das Gut nicht eines der Riesling-Monumente Deutschlands? Ja, das ist es schon und nicht erst seit gestern. Mit den Jahrgängen 1989 und 1990 ist Helmut Dönnhoff vom Geheimtipp zum international bekannten Riesling-Erzeuger avanciert. Nach der Jahrhundertwende ist „Dönnhoff“ durch einen großartigen Jahrgang nach dem Anderen zum Inbegriff der rassigen und mineralischen trockenen und der filigranen süßen Riesling-Weine geworden. Seitdem war die Rede von „der Helmut“ und manchmal war der Ton schon halbreligiös!

Nun wurde vor kurzer Zeit bekannt, dass Helmuts Sohn Cornelius (oben in Central Otago/Neuseeland) schon seit einigen Jahren hinter den Dönnhoff-Weinen steckt. Seit 2007 ist er für den Keller des Guts und viel mehr verantwortlich. Lange haben viele Mitglieder der deutschen Weinszene diesen Fakt verdrängt, weil sie an ihrem „heiligen Helmut“ festhalten wollten. Nach und nach mussten sie die tatsächliche Situation im Gut wahrnehmen und das war offensichtlich ein ziemlicher  Schock. Aus der Sicht vieler Gegner ist Cornelius Dönnhoff das Problem, weil er nie wie sein Vater werden kann. Das ist natürlich gehässiger Unfug!

Auch „sachliche“ Argumente werden von manchen Gegner vorgebracht. Sie deuten mit dem großen Zeigefinger auf die angeblich glatten und/oder technokratischen Dönnhoff-Rieslinge. Das starke Wachstum des Guts seit der Jahrhundertwende wird als Bestätigung für diese Behauptung genommen. Doch nur wenn man gewollt die Dönnhoff-Weine im Vergleich mit misslungenen „Natural Wines“, die nur stinkig und ruppig schmecken, stellt, wirken sie „glatt“ oder „technokratisch“, bzw. reintönig und geschliffen. In der gegenwärtigen Weinszene gilt „Authentizität“ über Alles, auch wenn es stinkt und beißt!  Urig auf Teufel komm raus waren die Dönnhoff-Rieslinge aber nie. Feinheit und Eleganz sind die Ziele von Cornelius, genauso wie sie es für seinen Vater Helmut waren.

Der Hauptunterschied zwischen den Weinen von Vater und Sohn erwächst aus der Klimaerwärmung. Während der 1970er, ‚80er und weit in den ‚90er Jahre musste Helmut um reife Trauben kämpfen. Heutzutage ist das aber kein großes Problem mehr. Das ist der Grund, warum die Weine von Cornelius oft etwas voller und einen Tick weicher in der Säure schmecken als die seines Vater. Aber auch dieser Umstand ist für die Gegner schlichtweg falsch; für sie muss Alles beim Alten bleiben.

Da denke ich an Friedrich Nietzsche, der solch krankhaft negative deutsche Geister als “Tarantulas” bezeichnet hat. Ich bin auf der Seite der globalen Community der Dönnhoff- und Riesling-Fans. Sie sind auch das Thema von PLANET RIESLING.

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New York Riesling Diary: Day 3 – Looking Back in Space-Time at Maynard James Keenan

TIME PAST AND WINES PAST! There’s no way round it, now I’m looking back both in time, and across diverse mountains, plains and rivers between my desk on the East Coast and the American Southwest and my actual Gonzo #AZwine Adventure. Of course, it ended three days ago with the long flight back to New York Wine City from Phoenix/Arizona, most of which I passed by in a seriously dazed and confused slumber. Done is done! But what is every really done? It’s an everyday paradox that memories are right now, even if they’re like albums of faded photos. Time past and wines past?

Some of you are surely well aware that my host and guide Maynard James Keenan (MJK), pictured above, split from his business partner in the Arizona Stronghold wine project, Eric Glomski (EG), back in the spring of 2014. I can well understand how you might consider that with this move the really exciting phase of the #AZwine story ended. Famously Punk Rock was already dead back in 1979. I remember graffiti in rural Switzerland telling me that piece of news.  Undeniably, it was Arizona Stronghold, founded 2007, that first made a noise about the state’s wines (distributed in 38 states plus some exports!) thru the promotional tour MJK and EG undertook when their first wines came onto the market and the 2010 documentary movie about the pair ‘Blood into Wine’ Stuart! It’s way too late for reporting. If you really must write something, then it will have to be The Official History of #AZwine (Part 1)!

I have to admit I was unaware of the above history when I set off for AZ just over a week ago and I’m really glad that I was, because that Divine Ignorance enabled me to absorb everything around me in a nonjudgmental, sponge-like manner, though obviously, some wines did more for me than others, and some people fascinating me more than others. However, what I experienced most intensely was not the bunch of extreme individuals I encountered, but the complex network of business (not only money, also goals, ambitions) and other relationships (blood and other bodily fluids) that bind them together in a wine community like I’ve never experienced before. And I’ve been doing this thing long enough to have seen many wine regions come up, and a few go down too.

When I get down to writing the Big Story of #AZwine, MJK and his Caduceus Cellars some time next year after another visit to the state, then it will be about that network, although I’m not quite sure how to pull that off without turning it into an #AZwine version of a Russian novel. Certainly it will need some history of the kind outlines above – how else could you figure out how all these people got where they are now? – but I promise you it will be all about what’s happening in the fiery crucible of the  Storytelling Now, all about the moment of wine becoming. I hope that doesn’t sound too fine and fancy, because it certainly isn’t intended to do so, in fact, this story is caked in a gooey-gritty mix of dust and grape juice that sticks to everything it comes into contact with.

WHO EXACTLY IS THE MAN? An important side-effects of my deliberate lack of conventional journalistic focus, was that I took MJK almost exactly the way I found him. Sure, I’d heard he was the singer of a gigantically successful heavy metal band called ‘Tool’, but I didn’t know their music, and, although I’ve now heard a bunch of MJK’s work with ‘Puscifer’, I still don’t know what ‘Tool’ sounds like! Sure, I listened carefully to the music he played on his car radio and in his house; a musician’s taste in music surely say something about him, though it may be damned hard to figure out exactly what that really is. I noted Lucinda Williams and Gillian Welch, because I was surprised to find that MJK also enjoys music I do. This relaxed way of doing my job is no doubt naive, but it meant that I wasn’t dazzled by the aura many of his fans clearly see around him. For me he’s a complex guy who’s done a bunch of stuff in his life and recently mutated into a creative winemaker. I promise you, amongst them that’s a horribly rare thing, although a slew of the rich and famous are making wine. Let’s face the truth, most of them are employing people to make wine for them and taking the credit for the, because it means magazine covers. Often the result taste remarkably dumb and are way too expensive on top of that. Did I mention Gérard Depardieu? It seems I did, because I just read his name on the screen and felt slightly queasy. Forgive me for digressing…

I took MJK to be a creative winemaker from my first encounter with him was at the Festival at the Farm of the Arizona Wine Growers where he presented a tasting-seminar devoted to a method of red wine production called Submerged Cap Fermentation (which is what the tank he’s pictured with below is for). He was obviously right on top of this thing in the technical sense, but – as every good winemaker exploring some new technique is – and from the four very different 2104 Sangiovese red wines we tasted he’s also relentlessly running down exactly the right way to use it. In winemaking the difference between more or less right and exactly right is often also the difference between a very good wine and a mind-blowing one (although getting up to either of those levels demands the use of excellent quality grapes). Although we talked about all kinds of things during the following days – I was actually listening far more than talking, because that’s what a journalist after a True Story has to do – we always swung around the next corner back to wine growing and winemaking. Although music is still important to him, this creative process which turns solid grapes into liquids in barrels and tanks no less defines who he is, not only publicly, but also in his own mind.

Obviously, the wines MJK makes, mostly powerful and tannic reds, plus some rich dry rosés and dry whites, are far removed from those that usually dominate this blog (Riesling & Co.) but that isn’t the point. As Michael Pierce of the Saeculum/Pierce winery in Wilcox and Enology Director of the Southwest Wine Center in Clarkdale said, “Nature will prove you wrong if you plant the wrong grape varieties!” The growing conditions dictate what will work best in a particular location, be it in a long-established wine region or out on the enological edge in the mountains of Northern Arizona, and whatever the location if you want to be succeed in making wines that excites people and sells well, then you better pay attention to the growing conditions before you plant the vines. In fact, you’ll need to kneel at the altar of the weather’s caprioles – good, bad and ugly – for the entire lifetime of your vines if you want to play in the Wine Major League. That’s more important than it the wine happens to be Riesling, even if it is the Best White Wine on Earth. Please give me a delicious Big Red, rather than a mediocre Riesling. “It works” is a rather compelling argument in the world of wine!

AN EVENING AT THE BUNKER: Suddenly I was sitting in MJK’s house in Jerome with another four glasses of red wine were in front of me again. Clearly, the Cabernet Sauvignon grape that dominated the ‘Judith’ vineyard below his house when he first planted it is a grape that’s well adapted to the conditions in the mountains of Northern Arizona, otherwise the 2008 ‘Judith’ (100% Cabernet Sauvignon) wouldn’t be at once imposing and so well adjusted at six years of age that it could both delight and challenge me. However, I greatly preferred the 2012 ‘Judith’ and it’s one third Cabernet Sauvignon and fully two thirds the Spanish red wine grape Tempranillo. The perfume of this youngster reminded me of violets and hot dry earth, which is crazy, because violets naturally grow in cool, damp woods; the tingling suspense of contradiction! This is one seriously intense wine, boldly sexual in a way some will find too domineering, others maybe too darkly feminine, but that’s my wavelength and I’m not talking FM rock. On the basis of that I’d say that Tempranillo digs the narrow stone terraces of the ‘Judith’ vineyard even more than Cabernet Sauvignon. Maybe the 2014 ‘Judith’ that we tasted  from the barrel later that evening will be even better. If so, then it will be because of that Submerged Cap that MJK has prescribed for the wailing newborn that are his fermenting wines. As I said, the man is a creative winemaker.

And I still feel that I’m scatting the surface! Bear with me while I scratch some more and be prepared that I might draw a drop or two of blood, because it’s down there.

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