Mein Weintelegramm 114

A ganz große Dank an alle Mitglieder des WEINWUNDER DEUTSCHLAND Teams für ihre unermüdliche Einsatz, ihre Perfektionismus und ihre Geduld mit Mir !

Von Links nach Rechts: Ton: Peter Wuchterl, Assistenz: Florian Bschorr, Kamera: Sorin Dragoi, Regiseur: Alexander Saran

Es ist mir gerade eingefallen, dass es fast eine Woche her ist, seit ich von der letzten Drehreise für WEINWUNDER DEUTSCHLAND, meine TV-Serie für den Bayerischen Rundfunk zurückkehrte +++ Direktor Alexander Saran hat jetzt alle Bilder im Kasten, die er braucht, und das geschnittene Material, das er mir bisher zeigte, war von 1A-Qualität +++ warum habe ich also nicht sofort einen Urschrei von Glück ins Cyberspace geschickt ? +++ eine Woche her fühlte ich mich auf dem Bahnhof von Alzey in Rheinhessen wie vom Blitz getroffen, der aber eisig statt feurig war +++ ich hockte die Stunde davor auf einem Bahnsteig im Wind, der dem Biss eines großen weißen Haifisch glich, während das WEINWUNDER-DEUTSCHLAND-Team mich bei der Verkostung eines süßen Rieslings aus vielen verschiedenen Perspektiven filmte +++ nach einer halben Stunde im Halb-Koma am Boden der Dusche im Hotelzimmer konnte ich meine Füße wieder spüren und lenkte das Wasser auf meinen Kopf, der sich wie ein verdammter Eisbrocken anfühlte +++ Shit! +++ seit einer Woche hatte ich unter einer ziemlich schrecklichen Erkältung gelitten, aber weiter gearbeitet, weil Saran, das Team und ich mit Thomas Hensel von Weingut Hensel in Bad Dürkheim/Pfalz, Gert und Matthias Aldinger in Fellbach/Württemberg, Katharina und Manfred Prüm von Weingut Joh. Jos. Prüm in Wehlen/Mosel, Egon Müller von Weingut Egon Müller-Scharzhof in Wiltingen/Saar und Alex Gysler von Weingut Gysler in Alzey (danke an alle !) drehen mussten, um unser „Meisterwerk“ zu vollbringen +++ das Problem am Bahnhof von Alzey war, dass mein Akku plötzlich leer war und mich die von mir seit Monaten verdrängte Erschöpfung plötzlich einholte und zum Absturz brachte +++ die ersten Tage nach meiner Rückkehr kämpfte ich mit der Erledigung simpler Alltagssachen und auch heute fühle ich mich ziemlich ausgebrannt +++ trotzdem bin ich zu zwei wichtigen Schlüssen gekommen: 1) der ganze Stress und der ganze Schmerz hat sich gelohnt, 2) wir müssen die Menge an Stress und Schmerz bei den Dreharbeiten für die zweite Staffel 2011 unbedingt verringern +++ glücklicherweise hat meine abgesagte Chile-Reise (es tut mit leid für alle, die ich besuchen wollte, vor allem Eduardo Chadwick!) nicht nur Zeit zur Erholung gegeben, sondern auch Zeit zum Nachdenken +++ ein Jahr her entschied ich mich den TV-Torpedo zu reiten, wo auch immer er mich hinführen würde (siehe Telegramm 112) +++ es half mir beim Nachdenken, dass ich nach einer scheinbar ewigen Stille die mir wie ein Zeichen des Scheiterns erschien, endlich einige interessante Reaktionen auf den „Pigott-Wein“ erhielt +++ Kai Schubert von Schubert Wines in Martinborough/Neuseeland war plötzlich in Berlin und schockierte mich mit der Aussage, er erkenne die Art meines trockenen Müller-Thurgaus, „denn wenn man in Neuseeland den Ertrag reduziert, wie wir es machen, dann schmeckt der Wein ziemlich wie Dein Wein“ +++ Chandra Kurt (www.chandrakurt.com) schrieb mir, es sei der beste Müller-Thurgau, den sie je erlebt habe; „eine Wucht“ +++ Samstagabend habe ich David Finchers großartigen Film „The Social Network“ gesehen und seitdem entwickeln sich einige heiße Ideen für diese Website in meinen Kopf +++ das Eis ist gebrochen, bald kommt was an dieser Stelle in Cyberspace!!!
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